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BL-Global Flexible: Stand 15. Januar

Dienstag 19 Januar 2010 | 0 Kommentare | Kategorie: Fondsmanagement

Rückblick 2009:

Der Fonds verfolgte 2009 das ganze Jahr über eine relativ defensive Strategie. Im Januar und Februar nutzen wir die Abwärtsbewegung der Börse, um unsere Aktiengewichtung bis Anfang März auf über 60% zu erhöhen. Der anschließende Kursanstieg zwischen März und Mai sowie unser Misstrauen gegenüber der Nachhaltigkeit der Erholung ließen uns diese Positionen jedoch relativ schnell wieder deutlich zurückfahren. Seit Mai bewegt sich die Aktienallokation in etwa zwischen 25% und 30%. „Qualität" (z.B. Coca Cola, Nestlé), „Rendite" (dividendenstarke Titel) und „Schwellenländer" (Südostasien) waren 2009 die Top-Themen innerhalb unserer Aktienkomponente.

Stand des S&P500 und Aktiengewichtung des BL-Global Flexible

Bei der Anleihekomponente entschieden wir uns ebenfalls für ein aktives Management. Das „korrekte" Niveau für zehnjährige Zinsen in Euro (Basis: Bundesanleihe) liegt nach unserer Berechnung derzeit bei rund 3,5%. Grundlage hierfür sind drei für dieses Segment maßgebliche Faktoren: Das langfristige Wachstumspotenzial der Eurozone, die Inflationsrate und die Laufzeitprämie.

Ausgehend vom 3,5%-Niveau haben wir eine Spanne von 3% bis 4% definiert, wobei die Anleihegewichtung im oberen Bereich dieses Korridors erhöht und im unteren Bereich reduziert wird (oder die Duration der Anleihekomponente jeweils verlängert bzw. verkürzt wird).

Im Wesentlichen bestand die Anleihekomponente 2009 aus Staatsanleihen. Schrittweise bauten wir die Gewichtung von nicht auf Euro lautenden Papieren aus; hierfür wurden insbesondere in der norwegischen Krone und im australischen Dollar benannte Anleihen in das Portfolio aufgenommen.


10-Jahres Zins in Euro und Anleihengewichtung des BL-Global Flexible

Der BL-Global Flexible erzielte 2009 eine Performance von 14,47%.

 

Entwicklung des BL-Global Flexible und des MSCI AC World Index

Ausblick 2010:


In unserem Artikel „Investmentstrategie 2010" vom 11. Januar 2010 haben wir dargestellt, warum wir nach wie vor überzeugt sind, dass der Wirtschafts- und Börsenaufschwung 2009 letztlich möglicherweise nicht nachhaltig sein wird. Dementsprechend setzen wir unsere aktive Strategie fort und schwimmen weiterhin gegen den Strom: In fallenden Märkten kaufen, in steigenden verkaufen wir – dies gilt sowohl für Aktien als auch für Anleihen.

 

Für unsere Aktienallokation haben wir derzeit die folgende Spanne definiert, welche jedoch Änderungen unterliegen kann:

 

Stand des S&P500:    

600

700

800

900

1000

1100

1200

Prozentuale Aktiengewichtung:

80%

70%

60%

50%

40%

30%

20%

 

 

Bei den genannten Prozentsätzen der Aktiengewichtung handelt es sich um Nettowerte. Die Bruttowerte können höher ausfallen, da ein Teil der Aktienkomponente über den Verkauf von Futures abgesichert sein kann. Zum 15. Januar 2010 betrug die Aktienallokation netto 30% (brutto: 55%; 25% waren über Futures auf den S&P 500, den Stoxx 50 und den FTSE 100 abgesichert).

Die geografische Aufteilung der Aktienkomponente stellte sich wie folgt dar:

- Europa: 27% (Absicherung: 17%)

- Nordamerika: 12% (Absicherung: 8%)

- Schwellenländer: 9,5%

- Japan: 6,5%

Dem Aspekt der steten Rendite kommt im Aktienportfolio und vor allem bei europäischen Aktien eine besondere Bedeutung zu. So beläuft sich die durchschnittliche Dividendenrendite (netto) bei Aktien der Eurozone aktuell auf 5,7%, bei britischen Aktien auf 4,6%.

Für die Anleihekomponente gilt weiterhin die im Rückblick 2009 dargestellte Spanne von 3% bis 4%. Zum 15. Januar 2010 machte die Anleihekomponente 27% des Fonds aus und setzte sich wie folgt zusammen: 21 Prozentpunkte der 27% entfallen auf Staatsanleihen (Deutschland, Niederlande, Norwegen, Peru, Südkorea) und 6 Prozentpunkte auf Unternehmensanleihen (KPN, Heineken, Nestlé, Bayer, BP). Aufgegliedert nach Währungen machen Anleihen, die auf Euro lauten, 20 Prozentpunkte aus, während sich die restlichen 7 Prozentpunkte auf Anleihen verteilen, die im australischen Dollar, im neuseeländischen Dollar, in der norwegischen Krone, im brasilianischen Real und in der indonesischen Rupie denominiert sind.

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Guy Wagner ist Chief Economist der Banque de Luxembourg.

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