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BL-Global Flexible – Stand 18. Mai 2010

Freitag 21 Mai 2010 | 0 Kommentare | Kategorie: Fondsmanagement

Zum 18. Mai 2010 betrug die Aktienallokation netto 36%: Der BL-Global Flexible ist zu 79% in Aktien investiert, wovon 43 Prozentpunkte über Futures abgesichert sind. Im Vergleich zu einer klassischeren Struktur, in der „einfach“ 36% Aktien gehalten werden, bietet der Rückgriff auf derivative Instrumente zum Erreichen einer Netto-Aktienallokation von 36% zwei Vorteile:

- Wir müssen nicht 64% unseres Portfolios in mittlerweile kaum mehr verzinste Geld- oder Rentenmarktpapiere investieren.

- Wir können von den attraktiven Bewertungen profitieren, die Qualitätsunternehmen im Moment im Vergleich zum Markt als Ganzes bieten, nachdem sie während der Erholung im Jahr 2009 eine deutliche Underperformance hinnehmen mussten.

Die gute Verfassung der Anleihemärkte haben wir genutzt, um die Anleihegewichtung innerhalb unseres Portfolios schrittweise zu reduzieren. Am 18. Mai 2010 betrug sie 17%.

Aufteilung nach Anlageklassen

 

(1) Hiervon sind 43% über Futures abgesichert

Unter Berücksichtigung der Wechselkursabsicherungen ist der BL-Global Flexible zu 43% in Euro und zu 57% in anderen Währungen investiert.


Aufteilung nach Währungen (nach eventuellen Wechselkursabsicherungen)

 

Die nachfolgende Grafik vergleicht die Performance des BL-Global Flexible mit der Wertentwicklung einer Geldmarktanlage in Euro, einer Anlage in Staatsanleihen der Eurozone (dargestellt durch den JPM Bond-Index) sowie einer Anlage in internationale Aktien (dargestellt durch den MSCI World-Index in Euro). Da der BL-Global Flexible eine klassische Vermögensverwaltung anbieten möchte, erscheint mir ein Vergleich mit den für diese Anlagestrategie typischen Aktiva (Geldmarktanlagen, Anleihen und Aktien) naheliegender als der Vergleich mit der Performance eines bestimmten Indexes.

Aufgrund der 2010 erneut anziehenden Marktvolatilität ist eine Gegenüberstellung der Wertentwicklung des BL-Global Flexible mit der Performance des MSCI World-Index (internationale Aktien) in den ersten Monaten des Jahres durchaus interessant. Wie aus der nachstehenden Grafik hervorgeht, konnte sich der Fonds während der Korrekturen im Januar/Februar und im April/Mai gut behaupten.

In seiner aktuellen Zusammensetzung dürfte sich der BL-Global Flexibel dann gut entwickeln, wenn Qualitätsunternehmen besser als der Markt als Ganzes abschneiden (entweder weil ihr Kurs stärker steigt als der Markt, oder weil er weniger fällt als der Markt). Die Voraussetzungen für diese Konstellation dürften aus folgenden Gründen gegeben sein:

- Wie bereits dargelegt, bewegen sich Qualitätstitel derzeit absolut betrachtet auf einem angemessenen und relativ (zum Gesamtmarkt) betrachtet auf einem interessanten Bewertungsniveau, nachdem sie während der Erholung von März 2009 bis Anfang 2010 hinter dem Markt zurückgeblieben waren.

- Das zweite Halbjahr 2009 war noch von der Erwartung eines Konjunkturaufschwungs und eines Abebbens der Finanzkrise geprägt, was vor allem zyklischen Werten und Finanztiteln zugute kam. Die Ereignisse der zurückliegenden Wochen haben jedoch gezeigt, dass die Wirtschaftslage nach wie vor außerordentlich unsicher ist. In diesem Umfeld liegt eine Rückbesinnung der Anleger auf Qualitätstitel nahe.

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Guy Wagner ist Chief Economist der Banque de Luxembourg.

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