Im Auftaktquartal 2011 verzeichnete der Nettoinventarwert (NIW) des Fonds BL-Global Flexible einen Rückgang um 3,7%. Mehrere Faktoren erwiesen sich im Quartalsverlauf als Belastung:
- Der Euro (Referenzwährung des Fonds) wertete gegenüber den meisten anderen Währungen auf. Der BL-Global Flexible hält jedoch lediglich rund 40% seiner Aktiva in Euro.
- Der BL-Global Flexible investiert nicht in Finanzwerte aus Industrieländern, welche im ersten Quartal jedoch eine deutliche Erholung verzeichneten. Gleichzeitig traten defensivere Branchen, die der Fonds eher favorisiert, auf der Stelle bzw. registrierten Rückgänge.
– Vor diesem Hintergrund wirkte sich die Hedging-Strategie des Fonds zusätzlich negativ aus (ein Teil des Aktien-Engagements wird über den Verkauf von Index-Futures abgesichert).
Die Asset Allocation des BL-Global Flexible blieb im Quartalsverlauf im Wesentlichen unverändert. Neben einer leichten Erhöhung der Anleihegewichtung infolge des Anstiegs der Langfristzinsen zwischen September und Februar wurde die Korrektur einiger Aktientitel zum Ausbau der jeweiligen Position genutzt. Die Aktienallokation auf Nettobasis stieg dadurch von 43% auf 48% (82% brutto; 34% waren über den Verkauf von Futures abgesichert). Zum Quartalsende lag das durchschnittliche KGV des Aktienportfolios des Fonds bei 13. Die durchschnittliche Dividendenrendite betrug 3,6%.
Der BL-Global Flexible zeichnet sich durch eine aktive Anlageverwaltung aus – unabhängig von Referenzindizes und auf der Basis fundamentaler Überzeugungen. Unsere wichtigsten Überzeugungen sind derzeit:
– Die Konjunkturerholung und somit die Börsenerholung der beiden vergangenen Jahre waren zum Teil künstlicher Natur und sind störanfällig. Deshalb kann ein größerer Kurseinbruch nicht ausgeschlossen werden.
– Die Bereitschaft der Anleger, wesentlich größere Risiken einzugehen, wurde durch die Geldpolitik der Zentralbanken und insbesondere der US-amerikanischen Fed deutlich erhöht. Dies führte zu einer beträchtlichen Outperformance von zyklischen Werten, Finanzwerten und Small- bzw. Mid Caps. Heute scheinen diese Marktsegmente besonders anfällig. Andererseits bieten defensive Branchen und Large Caps attraktive Anlagemöglichkeiten.
– Das Rendite/Risiko-Profil von Staatsanleihen hat sich angesichts der niedrigen Zinsen und der steigenden Haushaltsverschuldung der Länder spürbar verschlechtert. Gelegentlich ergeben sich jedoch taktische Anlagegelegenheiten. Wie Aktien erfordern auch Anleihen im aktuellen Umfeld eine aktive Anlageverwaltung.
– Schwellenländer weisen vielfach bessere Fundamentaldaten auf als Industrieländer. Die Gewichtung vor allem der südostasiatischen Länder innerhalb des Portfolios wird angesichts dessen weiterhin beibehalten werden.

