Der Kursanstieg an den Aktienmärkten in den vergangenen 2 Monaten wurde dazu genutzt, die Aktiengewichtung innerhalb des BL-Global Flexible weiter zu verringern. Anfang September steht der Aktienanteil bei netto 22% (41%, wovon 19% über den Verkauf von Futures abgedeckt sind). Wie in meinem Artikel vom 14. August in der Rubrik "Analyse" bereits angedeutet, bin ich der Meinung, dass die Fundamentaldaten die Kurserholung seit März nicht rechtfertigen. Viele Investoren scheinen heute frustriert, dass sie diese Aktienrallye verpasst haben und vergessen dabei, dass sie im März nichts mehr von Aktien hören wollten. Dieses Verhalten erinnert an eine der 10 Marktregeln von Bob Farrell, dem früheren Marktstrategisten von Merrill Lynch : "Fear and greed are stronger then long-term resolve". Die geographische Gewichtung des Aktienportfolios des BL-Global Flexible besteht zu 20% aus Europa (5% unter Berücksichtigung des Verkaufs von Futures), 10% Nordamerika (6%) und 11% Asien (11%). Im Aktienportfolio werden weiterhin Unternehmen bevorzugt, deren Aktivitäten weniger stark von der Konjunktur abhängig sind und welche attraktive Dividenden auszahlen. Dies gilt vor allem für Europa.
Die Erwartungen auf eine starke wirtschaftliche Wiederbelebung, welche Ursache der guten Wertentwicklung der Aktienmärkte seit März sind, haben den Anleihenmarkt in den vergangenen 2 Monaten nicht weiter belastet, und die langfristigen Zinsen sind heute niedriger als Anfang Juli. Die Inflationsängste, die im zweiten Quartal zum Anstieg der langfristigen Zinsen (und damit zum Fall der Anleihenkurse) geführt haben, scheinen, zumindest vorübergehend, in den Hintergrund getreten zu sein. Die Entwicklung bei den Verbraucher- und Produzentenpreisen zeigt vielmehr deutlich, dass das wirtschaftliche Umfeld weiterhin von deflationären Tendenzen geprägt ist. Die erneute Nominierung von Ben Bernanke als US-Notenbankchef spricht zudem nicht für eine baldige Anhebung der Leitzinsen der amerikanischen Zentralbank. Die Rentengewichtung im BL-Global Flexible liegt derzeit bei 46%, davon sind 38% Staatsanleihen. Euro-Anleihen stellen 40% des Rentenanteils dar, die übrigen 6% bestehen aus Anleihen in norwegischen Kronen, australischen Dollars und brasilianischen Reals.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die Gewichtung nach Anlageklassen und nach Währungen Anfang September wie folgt darstellt:
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